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Der Nebelparder
Neofelis nebulosa (Griffith, 1821)
Autoren: Frank Huber, Annika Janker,

Nebelparder im Zoo Duisburg © Helmut Lammertz
Foto: Helmut Lammertz
Verbreitungsgebiet
Verbreitungsgebiet


Lebensraum
Der Nebelparder bewohnt vorzugsweise bewaldetes Gebiet, aber ist auf Grund seiner Anpassungsfähigkeit nicht auf diese Gebiete beschränkt. So kommt er sowohl im Tieflandregenwald, in morastigen Mangrovenwald, lichten Monsunwald als auch in buschartigem Sekundärwald vor.
Neofelis nebulosa brachyurus
Neofelis (nebulosa) diardi (eigene Art)
Neofelis nebulosa macrosceloides
Neofelis nebulosa nebulosa
Taiwan
Borneo, Malayische Inseln
Nepal, Burma
Süd-China, Indochina

Größe / Gewicht
Körperlänge:
Schwanzlänge:
Körperhöhe(bis Schulterblatt):
Gewicht:
Geburtslänge:
Geburtsgewicht:
Höchstalter
100 cm
90 cm
0,5m
16-20 kg
?
140-170g
11-17 Jahre

Fellzeichnung
Das Fell des Nebelparder hat je nach Verbreitungsgebiet eine beige bis grau-braune Grundfarbe. Die großen und unregelmäßig geformten Flecken sind außen schwarz oder dunkelbraun und werden jeweils nach innen hin blasser. Im Geäst der Bäume ist der „Macan dahan“ („Astleopard“) - wie der Nebelparder bei den Indonesiern auch genannt wird - so bestens getarnt.
Lebensweise
Der Nebelparder ist wie fast alle Katzenarten ein Einzelgänger, der die meiste Zeit seines Lebens in den Bäumen verbringt. Denn er ist ein hervorragender Kletterer: Seine ungewöhnlich langen Krallen und sein fast Körperlanger Schwanz geben im Halt und dienen der Balance. Dadurch ist er in der Lage sogar Kopfüber von Bäumen herunter zu steigen.
Paarungsverhalten
Über das Paarungsverhalten des Nebelparders in der freien Wildbahn ist praktisch nichts bekannt. In Gefangenschaft bringen Nebelparderweibchen zwei bis vier Jungen nach einer Tragzeit von ca. drei Monaten zur Welt.
Jungenaufzucht
Die jungen Nebelparder öffnen nach 10-12 Tagen ihre Augen und werden 3 Monate lang gesäugt. Nach 9 Monaten sind sie ausgewachsen und erreichen nach ca. 2 Jahren die Geschlechstreife.
Jagdverhalten
Die Jagd findet überwiegend in der Morgen- und Abenddämmerung statt. Dabei erbeutet der Nebelparder im Geäst der Bäume Vögel, Hörnchen und besonders Affen. Aber auch bodenlebende Säugetiere, wie Wildschweine und Hirsche fallen ihm zum Opfer.
Wissenswertes / Sonstiges
Die Bestände des Nebelparders sind im gesamten Verbreitungsgebiet nicht nur durch die Vernichtung ihres Lebensraumes bedroht, sondern auch durch Wilderei. Das Fell wird sehr geschätzt und auch Zähne und Knochen lassen sich für die traditionelle Heilkunde gut verkaufen. In Thailand und China wird das Fleisch des Nebelparders als Delikatesse geschätzt.
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